Anscheinend lebensbedrohliches Ereignis (ALE)

  • Es handelt sich vermutlich um einen "fast eingetretenen" plötzlichen Kindstod
  • Häufigkeitsgipfel und Auffindsituation sind ähnlich dem plötzlichen Kindstod. Die Haut der Kinder ist blass oder blau, sie atmen nicht oder röcheln, haben erbrochen und sind beim Hochheben schlaff oder steif
  • Durch Schütteln oder "Mund-zu-Mund Beatmung" gelingt es jedoch das Kind wieder zu "wecken". Beim Eintreffen des Notarztes kann das Kind noch in diesem Zustand oder aber auch völlig unauffällig sein
  • Die Kinder sind diagnostisch und therapeutisch zu behandeln und zu überwachen wie Kinder nach Herz-Kreislaufstillstand. In 2/3 der Fälle kann eine Ursache für das Ereignis gefunden werden, 1/3 stellen ein idiopathisches ALE dar

 

Da das Risiko für einen plötzlichen Kindstod nach einem ALE deutlich erhöht ist, sollten Kinder mit einem idiopathischen ALE zu Hause über einen Monitor überwacht werden.


Loseblattsammlung ALE/Near-miss

Speziell für Eltern von Babys, die als kindstodgefährdet gelten, haben wir in einer Loseblattsammlung Informationsmaterial zusammengestellt. Es handelt sich hierbei um Erfahrungsberichte von Eltern, Artikel aus Fachzeitschriften, Tageszeitungen  und Broschürenbeiträge. Damit möchten wir der besonderen Problematik ALE/Near-miss Rechnung tragen.

Inhaltsverzeichnis:
Erfahrungsbericht  Near Miss  - Familie Hornung
Erfahrungsbericht Monitor-Erlebnisse mit einem "near-miss Kind" - Renate Altmann
Erfahrungsbericht  Near-Miss - Familie Hofmann
Erfahrungsbericht Als Max-Emanuel ein „near-miss Ereignis“ hatte - Familie Knödl
Near-miss-SIDS aus der Sicht einer betroffenen Mutter -  G. Schiefecker, H. Lehner
Diagnostische Möglichkeiten bei ALE - K. Russ, Assistenzärztin Kinderklinik Neunkirchen
Wünsche für die Betreuung von SIDS-Risikokindern - Dr. med. H.-J. Kühle
Elternbericht über ALE zu Bericht Dr. Kühle - Familie Elsmann
Ein Monitor gegen die Angst - Schwäbisches Tagblatt
Near-miss for SIDS/ALTE - Dr. med. Birgit Walther, Universitätskinderklinik Mainz