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Vorbereitung einer Präventions-Kampagne

Die Prävention des Plötzlichen Säuglingstods ist ein altes Anliegen der GEPS

und gehört zu den in den Satzungen genannten Vereinszwecken. Alle Landesverbände und der Bundesverband haben sich vielfältig in der Prävention engagiert. Der Vergleich der dem SID zugeschriebenen Todesfallzahlen in Deutschland, speziell der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen, beispielsweise mit den Niederlanden und der Steiermark ist jedoch ernüchternd. Die emotionale Grundlage für die erneuten Anstrengungen zur Prävention beschreibt die jüngste Statistik.

Das Ziel der Präventionsarbeit war schnell formuliert: Senkung der SIDS-Inzidenz auf das Niveau der Niederlande, d.h. 0,14 ‰ der Lebendgeborenen. Für 1999 hätte das bedeutet: Nur 108 statt 507 mit der Diagnose SIDS verstorbene Säuglinge in Deutschland.

Die Erfahrungen aus den Niederlanden, aus England, aus Österreich, speziell der Steiermark, zeigen, wie dieses Ziel zu erreichen ist, nämlich durch die konsequente Information aller Eltern von Säuglingen und darüber hinaus aller Personengruppen, die für die Schlafumgebung von Säuglingen Verantwortung tragen (Großeltern, Geschwister, Babysitter, Krankenhauspersonal, Hebammen etc.).


Ein erster Schritt war die Neubearbeitung der vergriffenen Präventionsbroschüre

des Landes Rheinland-Pfalz und des GEPS-Landesverbands im Laufe des Jahres 2000. Der Landesvorstand intensivierte insgesamt seine Zusammenarbeit mit den Landesbehörden, ausgehend von der Erkenntnis, dass die SID-Prävention eine Aufgabe des öffentlichen Gesundheitswesens sein müsse, eine Betroffenenorganisation hier nur für die notwendigen Anstöße verantwortlich sein kann. Beim Land stießen wir dabei immer auf offene Ohren und entschlossen uns aufgrund der positiven Erfahrungen, den Ministerpräsidenten Kurt Beck zu bitten, die Schirmherrschaft über die GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland zu übernehmen. Von Oktober 2000 bis Januar 2013 (der Ministerpräident schied aus dem Amt) bestand diese Schirmherrschaft, die vielfältige Hilfen bei unseren Aufgaben bewirkte.


Im November 2000 sprach sich der Wissenschaftliche Beirat der GEPS für eine verstärkte Aufklärung aus:

 

Empfehlung des wissenschaftlichen Beirates der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) Deutschland e.V. zu Präventionskampagnen zur Vermeidung von Risikofaktoren für den plötzlichen Säuglingstod:

 

Es ist in den vergangenen zehn Jahren in zahlreichen Staaten (u. a. in Großbritannien, Australien, Neuseeland, den Niederlanden) gelungen, die Sterberate des plötzlichen Säuglingstodes deutlich zu senken. Dabei wurden in einigen dieser Länder umfassende nationenweite Aufklärungskampagnen unter Einbeziehung der Massenmedien, wie Presse, Funk und Fernsehen, durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Aufklärungsarbeit lassen vermuten, dass auch in Deutschland mit einer landesweiten Kampagne eine Abnahme der Sterbefälle von gegenwärtig 0,6 bis 0,8 auf ca. 0,1 bis 0,2 Fälle pro 1000 Lebendgeburten zu erreichen wäre. Dies bedeutet, dass etwa 300 bis 400 Säuglinge pro Jahr nicht sterben müssten, wenn Risikofaktoren, allen voran die Bauchlage, vermieden würden. 

In Deutschland hat sich gezeigt, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie Türken, Mütter mit niedriger Schulbildung sowie alleinerziehende, junge und rauchende Mütter von der bisherigen überwiegend von Wissenschaftlern und Selbsthilfegruppen getragenen Aufklärungsarbeit nicht erreicht werden [Schlaud et al. 1999]. Der wissenschaftliche Beirat empfiehlt deshalb: 

  1. Durchführung einer bundesweiten Aufklärungs- und Präventionskampagne unter Einbeziehung sämtlicher Medien.

  2. Nennung der Risikofaktoren im Untersuchungsheft für Kinder, um auf diesem Weg Eltern zu informieren und sämtliche Familien zu erreichen.

 

Im Frühjahr 2001 konnte mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums und der Staatskanzlei

von Rheinland-Pfalz ein umfassendes Konzept zur SID-Prävention erarbeitet werden, das gleichzeitig die Grundlage einer Initiative des Landes in der Konferenz der Gesundheitsminister aller Bundesländer darstellte. 

Die Beschlussvorlage lautete:

Die für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder stellen fest, dass in Deutschland verglichen mit anderen Industriestaaten der Plötzliche Säuglingstod wesentlich häufiger zu beklagen ist. Länder wie die Niederlande, Dänemark, Norwegen, Australien haben sehr gute Erfolge bei der Verhinderung des Plötzlichen Säuglingstodes durch effektive Aufklärungsmaßnahmen erzielt. Die für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren der Länder verabreden, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit bundesweit abgestimmte Aufklärungsmaßnahmen zu ergreifen, damit der Plötzliche Säuglingstod auch in Deutschland wirksam zurückgedrängt werden kann. Die AOLG wird gebeten, hierzu einen konkretisierenden Vorschlag zu entwickeln. 

Begründung:

Bundesweit versterben derzeit jährlich etwa 600 Säuglinge im Jahr am Plötzlichen Säuglingstod (SID). Die Erfahrungen anderer Länder, wie beispielsweise die Niederlande, Dänemark, Norwegen und Australien, machen deutlich, dass alleine auf Grund effektiver Aufklärungsmaßnahmen die Anzahl der am Plötzlichen Säuglingstod verstorbenen Kinder deutlich gesenkt werden kann. Während beispielsweise in den Niederlanden die Sterblichkeitsraten der Säuglinge bei etwa 0,014 % der Geburten liegt, beträgt bei uns dieser Anteil etwa 0,1%. Die Senkung der SID-Inzidenz auf das Niveau der Niederlande hätte beispielsweise für 1999 bedeutet, dass nur 108 Säuglinge mit der Diagnose SID in Deutschland verstorben wären, womit sehr viel Leid hätte vermieden werden können.


Der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin war dies eine Meldung wert:

 

Vermeidung des Plötzlichen Säuglingstodes 
Gesundheitsminister für verstärkte Kampagne

Auf der 74. Gesundheitsministerkonferenz am 21./22.06.2001 in Bremen wurde auf Antrag Rheinland-Pfalz über die Notwendigkeit einer verstärkten Aufklärung der Bevölkerung über Strategien zur Vermeidung des Plötzlichen Säuglingstodes (SID) beraten. Die Gesundheitsminister sprachen sich einstimmig für eine effektive Aufklärungskampagne aus (...) In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die DAKJ kürzlich in den 3 Journalen den Beitrag der Herren C. F. Poets und G. Jorch über den Plötzlichen Säuglingstod (Kinder- und Jugendarzt 2000, 31: 987 - 989, Kinderärztliche Praxis 2000, 71: 469 - 471, Monatsschrift Kinderheilkunde 2000, 148: 1064 - 1066) veröffentlicht hat, in dem die neuen Erkenntnisse zur Vermeidung des Plötzlichen Säuglingstodes zusammengefasst sind. Außerdem wurde vom Bundesministerium für Gesundheit am 28.6.2001 eine Besprechung mit beteiligten ärztlichen und Eltern-Verbänden zur Vermeidung des Plötzlichen Säuglingstodes einberufen, auf der erste konkretisierende Maßnahmen angesprochen wurden.

J. Brodehl, Generalsekretär
Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

 

Die genannte Besprechung am 28. Juni 2001 im Bonner Gesundheitsministerium ging auf eine parlamentarische Anfrage des rheinhessischen Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann zurück. Es ergab sich dabei recht schnell, das die laufende BMFT Studie zum Plötzlichen Säuglingstod die von den Bundesländern gewünschte verstärkte Aufklärung weder befördern noch behindern würde, da auf allgemein anerkannte Ergebnisse internationaler Untersuchungen zurückgegriffen werden kann.


Zu diesen Ergebnissen zählt auch, dass eine Aufklärungskampagne über das Medium Fernsehen, besonders über regelmäßig ausgestrahlte „Werbespots“, besonders erfolgversprechend ist. Die GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland entschloss sich daher schon im Frühjahr 2001, die Produktion von Fernsehspots zu prüfen und zu veranlassen. Mit Hilfe des Gesundheitsministeriums und der Staatskanzlei konnte Professor Pulch vom Institut für Mediengestaltung der Fachhochschule Mainz dafür gewonnen werden, im Sommersemester 2001 ein Seminar zur Gestaltung sogenannter social spots anzubieten. Über dreißig Studierende in den Abschlusssemestern beteiligten sich. Die GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland und das Gesundheitsministerium standen als Gesprächspartner für die notwendigen Hintergrundinformationen zur Verfügung, die Entwürfe der Vorauswahl wurden von mehreren Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats der GEPS auf fachliche Korrektheit überprüft. Nach einer Vielzahl von Besprechungen stand am Semesterende die Planung für drei Fernsehspots, die jeweils einen der Risikofaktoren Überwärmung / Überdeckung, Rauchen und Bauchlage im Schlaf thematisieren sollten. Bis unmittelbar vor Drehbeginn im August wurden die einzelnen Szenen diskutiert, ungezählte Telefonate und Besprechungen mussten noch stattfinden, bis Mitte September schnittfähiges Material vorhanden war. 

Gleichzeitig wurde von der GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland, dem Gesundheitsministerium und der Staatskanzlei eine


Fachtagung „Plötzlicher Säuglingstod“ für den 27. Oktober 2001


vorbereitet, die den Auftakt für die rheinland-pfälzische Präventionskampagne bilden sollte. Zielgruppe war hier in erster Linie das medizinische Fachpersonal aus Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Bundesländern. Die Staatskanzlei stellte für diese Tagung ihren Festsaal zur Verfügung, so dass ein angemessener äußerer Rahmen gegeben war, die gesamte Organisation (ca. 1500 Einladungen) lag bei den Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums. 

 

Da die Anschläge in New York u.a. zu einem riesigen Bedarf an Technikräumen für die Nachrichtenredaktionen in der Medienstadt Mainz geführt hatten, war bis kurz vor der Tagung nicht klar, ob die Fernsehspots überhaupt fertiggestellt werden würden. Erst eine Woche vor dem 27. Oktober konnten tatsächlich die ersten Kopien begutachtet werden. 

 

So konnte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Florian Gerster also doch noch eine Fachtagung mit vollständigem Programm eröffnen. Nach der eindringlichen Einführung in das Thema Plötzlicher Säuglingstod durch den Erfahrungsbericht von Angelika Eck, Landesvorsitzende der GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland, stellten Professor Jorch von der Uniklinik Magdeburg und Professor Poets von der medizinischen Hochschule Hannover den derzeitigen Wissenstand zum Vorkommen des Plötzlichen Säuglingstods in Deutschland und anderen Ländern sowie die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen zur Risikosenkung vor. Nachmittags vervollständigte Dr. Heike Philippi von der Uniklinik Mainz mit einem Vortrag zum Stellenwert von Schlaflabor und Heimmonitoring in der Diagnostik des Plötzlichen Säuglingstods den wissenschaftlichen Teil der Tagung.

 

Professor Harald Pulch von der Fachhochschule Mainz stellte zum Abschluss die drei   Fernseh-Spots

seiner Studenten vor. In jedem dieser Spots, die jeweils in 30 Sekunden eine kleine Geschichte erzählen, wird zunächst aus der Sicht eines Säuglings eine der bekannten Risikosituationen gezeigt (Zigarettenrauch, Überwärmung und Behinderung der Atmung durch Decken und große Kuscheltiere, Bauchlage beim Schlafen). Aus diesen Risikosituationen befreit sich das Kind jeweils selbst, in dem es die Zigarette mit der Wasserpistole löscht, Decken und Kuscheltiere mit Schwung aus dem Säuglingsbett wirft bzw. sich selbst mit Hilfe eines an die Zimmerdecke geschossenen Saugnapfs und Seils aus der Bauchlage in die Rückenlage bringt.

Durch einen gesprochenen Text werden die Zuschauer darauf hingewiesen, dass es bei den Spots um ein ernstes Thema geht, bei dem sich ein Säugling eben nicht selbst helfen kann. Die Texte wurden zum Teil aus vorhandenem GEPS-Material wiederverwendet. „Babys lieben es rauchfrei! Auch schon in der Schwangerschaft!“, „Schützen Sie Ihr Baby vor Überdeckung und Überwärmung“ und „Ihr Baby schläft am sichersten auf dem Rücken.“ Der eindringliche Schlusssatz lautet jeweils: „Ihr Baby kann sich nicht selbst helfen! Plötzlicher Säuglingstod. Senken Sie das Risiko“.

Jeder Spot endet mit der gleichen Einstellung, nämlich dem Säugling im Kinderbett, in Rückenlage, ohne Zudecke, nur mit einem Schlafsack.

Spott_Schlafposition

 

Die Schlusseinstellung wurde in Anlehnung an die Darstellung der Broschüre „Die optimale Schlafumgebung für Ihr Baby“ der GEPS Nordrhein-Westfalen und der Johanniter Bochum gestaltet, dabei wurde sogar der gleiche Schlafsack verwendet, um hier einen Wiedererkennungseffekt hervorzurufen.

 

Die erfolgreiche Veranstaltung führte unmittelbar zu intensiven Kontakten in das Saarland, mit dem Ergebnis, dass im Frühjahr 2002 in diesem Bundesland eine vergleichbare Fachtagung durchgeführt werden wird.   

 

spot3 spot1 spot2
Spot "Rauchen" Spot "Überwärmung" Spot "Bauchlage"


Nach diesem Auftakt verbleiben eine Reihe von Aufgaben, die angefasst werden müssen:

  • In Absprache mit dem Gesundheitsministerium wird festgelegt werden, welche Institution als Ansprechpartner für eingehende Anfragen in den Fernsehspots genannt werden soll
  • Nach der endgültigen Fertigstellung der Spots werden die Bemühungen um die Ausstrahlung in regionalen, nach einem Probelauf gegebenenfalls in überregionalen Fernsehsendern intensiviert werden
  • Der mit dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz und der Besprechung im Bundesgesundheitsministerium begonnene Prozess hin zu einer bundesweiten Präventionskampagne wird weitergeführt werden

 

Mit dem bisher Erreichten ist zunächst eine Grundlage für das notwendige Zwischenziel unserer Bemühungen gegeben. Dieses Zwischenziel ist die Information aller Menschen in Deutschland, die Säuglinge betreuen oder das Verhalten der Betreuungspersonen beeinflussen. Es darf nicht mehr sein, dass Kinder sterben, nur weil die bekannten Regeln zur Risikominderung nicht zu ihren Eltern oder den anderen Betreuern vorgedrungen sind.

In den fast zwei Jahren, die nun zur Vorbereitung der eigentlichen Präventionskampagne vergangen sind, haben eine Reihe von Menschen die GEPS Rheinland-Pfalz sehr unterstützt. Nennen möchte ich hier Frau Dr. Lossen-Geissler und Herrn Engel vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Herrn Lohest von der Staatskanzlei, Herrn Professor Pulch vom Institut für Mediengestaltung der Fachhochschule Mainz, stellvertretend für die Studenten Frau Vera Zimmermann, Frau Eva-Maria Schlamp und Frau Kira Schimmelpfennig. Ein ganz besonderer Dank geht an Herrn Professor Poets und Herrn Professor Jorch, die jederzeit für fachliche Rückfragen zur Verfügung standen. Darüber hinaus danken wir dem ehemaligen und dem derzeitigen Sprecher des wissenschaftlichen Beirats der GEPS, Herrn Professor Kleemann und Herrn Dr. v. Czettritz stellvertretend für die Hilfe der Mitglieder des Beirats.

Hermann-Josef Schwab, Arbeitskreis Prävention der GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland

Auszug aus dem GEPS Deutschland Rundbrief 1/2002

 


 

Bis Januar 2003 ist bereits umgesetzt bzw. in die Wege geleitet:

 

Beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Rheinland-Pfalz wurde ein Runder Tisch "Prävention des Plötzlichen Säuglingstodes" mit verschiedenen Arbeitsgruppen eingerichtet. Es fanden bisher fünf Sitzungen statt.

Die Gesundheitsministerin Frau Malu Dreyer hat zwischenzeitlich entschieden, dass ein einseitiges Faltblatt zum Plötzlichen Säuglingstod dem Anschreiben der Ministerin an die" jungen Eltern" mit dem Hinweis auf die Prävention des Kindstodes beigefügt wird.

Die zu Neige gehende Präventionsbroschüre des Landes soll überarbeitet und neuaufgelegt werden.

Die von der Fachhochschule gedrehten Spots wurden zwischenzeitlich bei mehrerer Infoständen anlässlich  bundesweiter Kongresse und bei einem Symposium der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentiert.

Im Fernsehen und Rundfunk liefen einige Beiträge zur Präventionskampagne, z. B. Volle Kanne am 14. Januar 2003 im ZDF,  bei denen teilweise auch Ausschnitte aus den Spots gezeigt wurden. Ebenfalls erfolgten einige Zeitungsartikel, u. a. eine ganze Journal-Seite in der Koblenzer Rhein-Zeitung.

 

Juli 2004

Die Vorsorgebroschüre des Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz wurde unter dem Titel "So schläft Ihr Baby am sichersten" neu aufgelegt.


Herbst 2005

"Aktion Schlafsack"

Auf Initiative der GEPS Rheinland-Pfalz/Saarland wurden in mehreren Krankenhäusern/Kinderkliniken  in Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Rahmen der "Aktion Schlafsack" je 100 geeignete Schlafsäcke an junge Familien verschenkt um verstärkt auf die Risikofaktoren Überdeckung und Überwärmung hinzuweisen.
Folgende Einrichtungen beteiligten sich an der landesweiten Präventionskampagne:

Mit der Aktion soll die Aufklärungsarbeit zum Thema Plötzlicher Kindstod in Rheinland-Pfalz und dem Saarland intensiviert werden. Die Elterninitiative GEPS warnt bereits seit einigen Jahren eindringlich vor Schaffellen und Zudecken im Kinderbett und klärt über die Risiken von Spielsachen und Plüschtieren im Bett auf. Denn im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sterben in Deutschland immer noch fast 10 mal so viele Kinder den Plötzlichen Kindtod.

 

bildleiste

Finanziert wurde die Kampagne von der "Aktion Herzenssache" des Südwestrundfunks (SWR) und des Saarländischen Rundfunks (SR), der Techniker Krankenkasse (Landesvertretung Rheinland-Pfalz), von einigen Privatpersonen und dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Familien und Gesundheit Rheinland-Pfalz.

 

Herbst 2007

Schlafsack-Aktion wird fortgeführt.

Im Rahmen der von der Techniker Krankenkasse unterstützten Schlafsack-Aktion konnten nun die ersten 100 Schlafsäcke an das Klinikum Südliche Weinstraße in Landau übergeben werden.

 

2008/2009

Dank der großzügigen Unterstützung der Techniker Krankenkasse konnte die "Aktion Schlafsack" weitergeführt werden, so daß die Kliniken weitere Exemplare der  Schlafsäcke für ihre Säuglingsstationen erhalten haben bzw. erhalten werden. Schlafsäcke wurden 2009 an die Marienhausklinik Kohlhof , das St. Josef Krankenhaus, das Städtische Klinikum in Neunkirchen und das St. Elisabeth Krankenhaus in Wittlich übergeben. 

 

2009/2010

Die GEPS und die Techniker Krankenkasse vergeben an saarländische Krankenhäuser seit einigen Jahren Schlafsäcke. Sie gelten als besonders sicher, um Säuglingen ein freies Atmen zu ermöglichen. Als nächster Schritt werden Geburts- und Kinderstationen im Saarland  und  in Rheinland-Pfalz mit sogenannten Reanimationspuppen ausgestattet. Kliniken in Baden-Württemberg sollen in nächster Zeit folgen.

 

2011

Die Techniker Krankenkasse (TK) und die Selbsthilfeorganisation „Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod“ Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz/Saarland (GEPS) haben begonnen, alle Geburts- und Kinderstationen in saarländischen Krankenhäusern mit  "Reanimationspuppen" auszustatten.

"Nachdem wir die saarländischen Krankenhäuser seit einigen Jahren mit speziellen Schlafsäcken gegen den plötzlichen Kindstod ausstatten, wollen wir mit den Reanimationspuppen dazu beitragen, dass Eltern gerade im Stress einer Notfallsituation das richtige tun", betonte Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland bei der Übergabe solch einer solchen Puppe an das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis. Hier die Pressemitteilung der TK dazu.

 

 


 

geldZur weiteren Finanzierung der Kampagne sind Spenden stets willkommen:

Sparkasse Koblenz,
IBAN: DE90570501200038001418,
BIC: MALADE51KOB 

- Stichwort Präventionskampagne