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Monitortipps

zusammengestellt von Präsidium der GEPS-Deutschland

 

Einleitung

Die folgenden Tipps sind Empfehlungen zum Heimmonitoring und treffen auf viele Monitore zu. Bei Schwierigkeiten im Umgang mit dem Monitor wenden Sie sich an den Sachbearbeiter der Firma, die Ihnen den Monitor geliefert hat. In der Regel bekommt dieser mit wenigen Fragen heraus, ob technische Probleme die Ursache sind. Wenn diese ausgeschlossen werden können, bitten Sie den Sachbearbeiter der Firma um den Ausdruck der aufgezeichneten Speicherdaten. Mit diesen wenden Sie sich am Ihren behandelnden Kinderarzt bzw. die nächste Kinderklinik.


Vorwort

Lassen Sie sich ausführlich durch eine autorisierte Kraft der Monitorlieferfirma in die Bedienung des Monitors einweisen. Eine telefonische Ersteinweisung ist gesetzlich nicht zulässig.
Lesen Sie die Gebrauchanweisung aufmerksam von der ersten bis zur letzten Seite durch!
Viele Monitore können durch unterschiedliche Alarmtöne anzeigen, ob es sich um eine technisch bedingte Störung oder einen möglicherweise echten Alarm handelt. Die Krankenkassen verpflichten die Monitorlieferfirma zu einer 24-Std.-Notrufbereitschaft. Scheuen Sie sich daher nicht, fachliche Hilfe seitens der Monitorfirma in Anspruch zu nehmen, die mit Ihnen zusammen technische Störungen beseitigt, bevor Sie Ihren Arzt um Rat fragen.


Auch die GEPS wird Ihnen gern Ärzte benennen, die sich bei der Monitorbetreuung auskennen.


Lernen Sie auf jeden Fall die Wiederbelebung am Säugling! Es empfiehlt sich dieses Reanimationstraining aufzufrischen. Nur wenn Sie kompetent handeln können, bietet Ihnen ein Monitor eine möglichst hohe Sicherheit.


Allgemeine Tipps

Hautstellen, auf die selbstklebende Elektroden oder Sensoren geklebt werden sollen, müssen frei sein von Fett (-Cremes, Öl und/oder Puder). Fett erhöht den Widerstand zwischen Haut und Elektrode und beeinflusst die Signalübertragung negativ. Die Folge sind viele Fehlalarme.


Achten Sie auf die Haut unter den Elektroden. Ein Umsetzen der Elektroden in kürzeren Zeitabständen hilft oft die so entstehenden Hautreizungen zu verhindern.
Wenn ein häufiger Elektrodenwechsel aufgrund von ausgeprägten Hautreaktionen erforderlich ist, entstehen zusätzliche Kosten. Damit diese von Ihrer Krankenkasse erstattet werden, sollte der Kinderarzt die Notwendigkeit bescheinigen. Senden Sie diese Bescheinigung dann an die Monitorfirma. Sie wird die Klärung mit Ihrer Krankenkasse vornehmen.


Versuchen Sie immer, die bestmögliche Signalqualität nach Veränderung der Ableitungspunkte zu erreichen; dann werden Sie auch nicht durch unnötige Alarme belästigt. Die von Ihrer Krankenkasse beauftragte Monitorlieferfirma wird Sie da beraten.


Vorübergehend können Elektroden auch einmal auf den Rücken geklebt werden. Diese Maßnahme sollten Sie nur ergreifen, um den auf der Brust geschädigten Hautpartien die Möglichkeit zu geben, abzuheilen.


Wenn bei hochsommerlichen Temperaturen die Elektroden "abschwimmen", trocknen Sie die Haut. Kleben Sie einen neuen Satz, während Sie die abgelösten Elektroden zurück auf den Plastikstreifen kleben, auf dem sie geliefert wurden. Lassen Sie sie einen Tag offen liegen und abtrocknen, um sie dann wieder zu verwenden. Ein Elektrodensatz kann bei sorgfältigem Umgang zwischen 5-7 Tage eingesetzt werden.
Es muss beim Fixieren der Elektrodenleitungen darauf geachtet werden, dass durch Bewegungen des Kindes kein Zug über das Kabel an den Elektroden entsteht.


Babyphone sollten min. 50, besser sogar 80 cm vom Köpfchen des Kindes entfernt stehen, um es möglichst wenig Elektrosmog auszusetzen.
Jedes über ein Netzteil betriebene Elektrogerät erzeugt um sich selbst ein elektromagnetisches Feld, das bis zu 1,50 m wirkt. Auch Starkstromkabel, flackernde Neonröhren, Handys, mobile Telefone und ihre Ladestationen, ja sogar Trägersignale von Baukränen und statisch aufgeladene Fußbodenbeläge können im Einzelfall Störungen der Signalübertragung erzeugen.


Verstellen Sie die im Monitor programmierten Alarmgrenzen nie ohne ärztliche Zustimmung!!!
Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Herzfrequenz. Die Alarmgrenzen müssen daher in regelmäßigen Abständen in Absprache mit Ihrem Kinderarzt dem Alter des Kindes angepasst werden.